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Schnell-Klicks zu den vorgestellten Büchern:  
Das Dimensionstor
- Eine Anthologie der Geschichtenweber aus dem Amrûn-Verlag
Drachenflüge
- Eine Anthologie aus dem Hottenstein Buchverlag
Timur
- Eine tragische Liebesgeschichte von Petra Hartmann
Fünf Wege zum Grauen
- Unheimlich Erzählungen von Andrea Tillmanns
Sommerkuss
von Fabienne Siegmund
Hut ab, Hödeken
von Petra Hartmann
Rezension: Darkmouth
– Der Legendenjäger 
Darkmouth
– Der Legendenjäger von Shane Hegarty. Ein Fantasy-Abenteuer voller Spannung und Witz.
Weihnachtsgeschichten gesucht?
("Blitzeis und Gänsebraten", herausgegeben von Petra Hartmann und Monika Fuchs)
Heiteres zur Weihnachtszeit
("Weihnachtsmann auf Diät" von Ulrike Stegemann und Michael Stegemann)
Neues von Nestis
("Nestis und die Hafenpiraten" von Petra Hartmann)
Hexe im neuen Gewand
("Eine Hexe zum Verlieben" von Kristina Günak)


Das Dimensionstor
Der Traum, in andere Zeiten und Welten zu reisen, beflügelt Autoren schon lange. In dem neuen Edition-Geschichtenweber-Buch "Das Dimensionstor", herausgegeben von Nadine Muriel und Stefan Cernohuby, erschienen im Frühjahr 2017 im Amrûn Verlag, wird dieses Thema auf besonders originelle Weise umgesetzt: Nicht Personen sind es dort, welche die denkwürdige Reise durch Zeit und Raum antreten, sondern Dinge:
Dem Wissenschaftler Prof. Dr. Groll gelingt es, von der Öffentlichkeit unbemerkt in seiner heimischen Garage ein Gerät zu bauen, welches ein Dimensionsportal öffnet. Fasziniert ergreift Max Groll einen Gegenstand nach dem anderen und schickt ihn durch das Tor, das zu fernen Orten, in andere Zeiten und sogar in phantastische fremde Welten führt …

Eingebettet in diese von Nadine Muriel und Stefan Cernohuby verfasste Rahmenhandlung erzählen 18 Autoren - darunter T.S. Orgel, Ju Honisch, Gerd Scherm und Vincent Voss - in abgeschlossenen Geschichten, was die einzelnen Objekte in der jeweiligen Parallelwelt auslösen. Ein Comicheft, Viagrapillen, ein künstliches Gebiss, Salz- und Pfefferstreuer sowie diverse weitere Dinge, die für uns meist ganz unscheinbar und alltäglich sind, finden ihren Weg in andere Welten und Epochen, sorgen dort für Verwirrung, Aufregung, Neugier und Streit, werden als göttliche Artefakte verehrt, als Auslöser von Katastrophen gefürchtet, zur Rettung aus großer Not genutzt und vieles mehr.
"Das Dimensionstor" vereint Storys unterschiedlicher phantastischer Genres - Fantasy, Phantastik, Science-Fiction sowie Crossover daraus -, die durch die Rahmengeschichte zu einem komplexen Gesamtwerk verwoben sind. Vertreten sind sowohl bekannte Autoren, die hier eine andere Facette ihres Könnens zeigen, als auch Newcomer, von denen man vielleicht noch nicht so viel gehört hat. Mal humorvoll, mal skurril, mal ernsthaft und nachdenklich, stets spannend und mitreißend, lassen alle Geschichten scheinbar harmlose Alltagsgegenstände in einem ganz neuen Licht erscheinen. Eine gute Möglichkeit für den Leser, seinen Horizont dementsprechend zu erweitern.
Bestellt werden kann "Das Dimensionstor" u.a. über den Shop des Amrûn-Verlags oder auf Amazon

„Drachenflüge“
Ein gutes Jahr lang arbeiteten neun Autorinnen und Autoren an Drachengeschichten. Nun ist es soweit: Unter dem Titel „Drachenflüge“ erscheinen 21 sehr unterschiedliche Kurzgeschichten im Hottenstein Buchverlag.
Dass die Welt durchaus noch einige Überraschungen bereithält, wussten die Autoren bereits. Nachdem geklärt war, warum ein Drache im Brombeergestrüpp und ein anderer im Müllcontainer haust, stellte sich die Frage, ob nun ein Lindwurm oder ein Drache unter der Wartburg lebt. Und wie sieht es überhaupt mit den großen, alten Drachen aus – treiben sie nur in Persien und Kroatien ihr Unwesen oder auch hier bei uns? Warum weiß man nichts von der Stadt im Meer oder den Sehnsüchten der Drachen nach Liebe, Glück und Anerkennung?

Die 21 Kurzgeschichten laden die Leser zu faszinierenden Expeditionen ein, werden sie zum Schmunzeln bringen und sie in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft entführen. Es sei denn, sie wissen, warum ein Feuerdrache Pfefferminzbonbons liebt oder wieso der Schrecken der Wüste der mutigen Thronanwärterin lieber hilft, anstatt sie aufzufressen. Spannende Lesemomente für Drachenfreunde und alle, die sich verzaubern lassen wollen. Der Verleger Martin Hartmann freut sich, dass die Grafikerin Alina Hoffmann einen beeindruckenden Drachen für die Illustration des Buches gestaltet hat. Durch die verschiedenen Schreibstile und Ideen der neun Autoren sind sehr unterschiedliche Geschichten entstanden, die für alle Drachenfreunde ab 10 Jahren geeignet sind.
Unter der ISBN-Nr. 978-3-935928-58-8 ist das 340-seitige Buch im Hottenstein Buchverlag in Sibbesse erschienen. Es kostet 15,90 Euro und ist über den Buchhandel und online z.B. unter www.Hottenstein.de erhältlich.

Premierenlesung in Elze: Am 15.4.2016 um 19.00 Uhr entführen die Autorinnen und Autoren Drachenfreunde und alle, die sich verzaubern lassen wollen, im Fundus e.V., Hauptstraße 62 in 31008 Elze zu einer fantastischen Lesereise in unbekannte Welten.

Die Autorinnen und Autoren sind alle Mitglied im Autorenkreis „Wort für Wort“: Ulrike Boblitz (Sibbesse), Uwe Grießmann (Westfeld), Sabine Hartmann (Sibbesse), Katharina Henning (Bettmar), Dieter Hinze (Berlin), Diana Naumann (Elze), Beate Rautenstrauch (Alfeld), Sabine Palandt (Hannover), Suntje Sander (Heinde).

Timur – Eine tragische Liebesgeschichte
von Petra Hartmann
"Timur" heißt die zweite Fantasy-Novelle von Petra Hartmann im Verlag Saphir im Stahl. Die Aufmachung ist wie bei "Darthula": Ein kleines, aber feines Taschenbuch mit tollem Cover-Bild von Miguel Worms.
Inhaltlich gibt es nur beinahe Parallelen. So sind "Darthula" und "Timur" beides Fantasy-Geschichten und in beiden geht es um eine tragische Liebe, dennoch sind sie ganz verschieden. 
War es bei "Darthula" noch die verschmähte Liebe, so ist es bei "Timur" ein Familienfluch, der ein junges Paar samt ihrer Angehörigen ins Verderben stürzt.
Hauptfigur ist hier die junge Prinzessin Thia. Sie führt ein behütetes und sorgenfreies Leben, bis sie unverhofft auf einen Gefangenen im Verlies stößt. Wer ist nur der blasse Jüngling, der ihr Inneres so sehr in Aufruhr versetzt? Der Gedanke an ihn lässt Thia fortan nicht mehr los. 

So wie der Jüngling in seinen Ketten gefangen ist, ist Thia von ihm gefangen. Nichts sehnlicher wünscht sie sich, als seinem Leid ein Ende zu bereiten. Sie bittet und bettelt und setzt alles daran, ihren Vater von der Freilassung des Jünglings zu überzeugen. Selbst die unheilverkündenden Worte einer alten Seherin können Thia nicht beruhigen. Schließlich gibt der König den Jüngling mit dem Namen "Timur" frei, wohl wissend, dass somit das Unheil seinen Lauf nehmen wird. 
In Timur steckt eine tiefe Sehnsucht nach Rache, und danach handelt er auch, ehe er überhaupt einen ersten klaren Gedanken in Freiheit fassen kann. Zu spät erkennt er die Liebe, die alles hätte gut sein lassen. 
Dem Nachwort von Petra Hartmann ist zu entnehmen, dass diese Geschichte dem Zufall zu verdanken ist. Bei Nachforschungsarbeiten entdeckte die Autorin die gerade einmal sechsseitige Originalerzählung "Timur" von Karoline von Günderrode aus dem Jahre 1804. Fasziniert, sowohl von der Autorin als auch von dem Lesestoff, entstand daraufhin diese fantastische Neuerzählung. Wieder einmal stellt Petra Hartmann wunderbar unter Beweis, was sich so alles aus einer "alten Klamotte" zaubern lässt. Mit modernen Worten und vielen neuen Ideen treibt sie die Originalgeschichte in spannende und dramatische Höhen. Wieder einmal ein tolles fantastisches Lesevergnügen! 
Und wer sich für die Originalerzählung interessiert: Die ist ebenfalls im Buch enthalten.  
(Ulrike Reineke, Dezember 2015)
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Fünf Wege zum Grauen 
– Unheimliche Erzählungen von Andrea Tillmanns
Andrea Tillmanns legt mit "Fünf Wege zum Grauen" eine Sammlung gruseliger Kurzgeschichten vor. Angefangen mit "Jagd durch die Nacht", einer Vampir-Geschichte, wie man anhand des Titels erahnen kann. Hier begegnen sich zwei Schulkameradinnen nach einigen Jahren in deren Heimatstadt Grevenbroich. Gemeinsam besuchen sie am Abend die örtliche Disco. Eine von ihnen (Christine) kennt die dort anwesenden Jungs ganz genau. Das seltsame Zeichen, das sie um den Hals tragen, hat sie allerdings noch nie so genau wahrgenommen. Was das wohl zu bedeuten hat?
"Im Reich der Dunkelheit" befinden sich Dirk und seine Kommilitonin Anja, nachdem sie auf der Suche nach Feldhamstern in ein Erdloch gestürzt sind. Auf Hamster treffen sie dort zwar nicht, dafür aber auf andere grauenhafte Gestalten. 

Weiter geht es mit einem Blockflötenspieler, der schon länger nach einem neuen Instrument sucht. Auf einem Mittelaltermarkt wird er unverhofft fündig und spielt fortan "In den tiefsten Tönen". Als er jedoch mit seinem Orchester in einer Kirche spielt, schäumt der dortige Pfarrer vor Wut und spricht dem Blockflötenspieler eine deutliche Warnung aus. Aber was kann ein simples Holzinstrument denn schon anrichten?
Schließlich begleitet der Leser vier Freunde auf einem Ausflug und landet im "Labyrinth im Wald". Aus spaßigem Zeitvertreib wird plötzlich blutiger Ernst, als die Wege sich immer wieder verändern und den Freunden den Ausweg versperren. 
Zum Abschluss dieser Geschichtensammlung gibt es einen wahren Klassiker. Mit "Geisterstunde" hat Andrea Tillmanns eine dieser typischen Geisterhaus-Geschichten geschrieben. Ein junges Paar (Laura und Markus) mietet sich in einem Hotel ein. Die Betreiber werben ganz offen damit, dass es dort spukt. Doch davon lassen sich Laura und Markus natürlich nicht abschrecken. Für die beiden ist es eher ein lustiges Abenteuer, von dem sie später ihren Freunden berichten möchten. Falls sie später noch die Gelegenheit dazu bekommen ... 
Richtig blutig geht es hier zwar nicht zu, dafür bietet "Fünf Wege zum Grauen" allerdings eine bunte Mischung an leichter Gruselkost. Von Vampiren über mystische Musikklänge bis hin zu Riesenwürmern ist hier eigentlich alles dabei, was Gruselgeschichten ausmacht. Jene Geschichten, die einem beim Lesen einen kleinen Schauer über den Rücken jagen. Zudem ist es der Autorin gelungen, in diesem typischen "alten" Grusel-Stil zu schreiben, so dass sich die Geschichten gut und flüssig lesen lassen. Lediglich die zweite Geschichte "Im Reich der Dunkelheit" zieht sich für meinen persönlichen Geschmack etwas zu sehr in die Länge. Dranbleiben lohnt sich allerdings, denn mit "In den tiefsten Tönen" präsentiert sich die Autorin gleich wieder gewohnt erzählstark. (Ulrike Reineke, Oktober 2015)
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Sommerkuss von Fabienne Siegmund
New York - eine faszinierende Metropole, in der es ständig etwas neues Fantastisches zu entdecken gibt. Hier lebt die sechzehnjährige Rain. Ein Mädchen, das eine besondere Verbindung zu allem Märchenhaften hegt. Sie träumt, glaubt, hofft und sieht mehr, als die meisten anderen Menschen um sie herum. Dieses Mädchen führt den Leser in eine poetische Zauberwelt. Doch die Worte sind so fein gesponnen, dass sie leicht zerbrechen können. Kaum verwunderlich also zu lesen, wie sehr Rain darunter leidet, als ihr zum ersten Mal das Herz gebrochen wird. 
Scheinbar untröstlich durchwandert sie den Central Park, und dort geschieht das Wunder: Dank ihrer besonderen Gabe findet sie eine Kreidezeichnung, Einhörner, einen Eisblumenbaum und Christian, den Sohn von Väterchen Frost. 

Die eisblauen Augen des Winterprinzen wollen ihr von jenem Moment an nicht mehr aus dem Kopf gehen. Der zuvor empfundene Herzschmerz verblasst im Nichts. Selbst die Begegnung mit dem verbrecherischen Taubenfänger, der Streit mit ihrem Vater oder der Umzug ihrer besten Freundin bringen Rain nicht auf andere Gedanken. Sie muss Christian unter allen Umständen wiedersehen. 
Doch auf Christian lastet ein Fluch. Hiervon muss Rain ihn befreien, ehe sie mit ihm zusammen sein kann. So ist das nun einmal in einem Märchen. 
Aber eine solche Befreiung ist leichter gedacht als getan. Wer rechnet schon damit, ganz plötzlich in den Sonnenzirkus Strawberry Fields gelockt zu werden? Einem Ort, an dem man alles vergisst. Sogar den eigenen Namen. 
Und wer ahnt schon, dass der Mann im Mond in Wahrheit kein sehr freundlicher Geselle ist? 

Fabienne Siegmund verwebt ihre märchenhafte Erzählung mit einer großen Liebe zu Liedertexten. Obendrein bringt sie tolle Ideen ein, allen voran die Gerümpel-Runen. Hierbei handelt es sich um ein Sammelsurium unterschiedlicher kleiner Dinge, die Rain und ihre beste Freundin nutzen, um sich Rat zu holen. Und letztendlich erfüllt dieser "Kleinkram" auch seinen Zweck. 
"Sommerkuss" ist keine Geschichte, die man im Eiltempo lesen kann oder sollte. Dafür ist die Handlung zu komplex und die Worte zu poetisch, um sie einfach hinunter zu schlingen. Nur am Ende ist das Märchen dann doch etwas schnell vorbei. Für offene Frage darf der Leser jedoch auf eine baldige Fortsetzung hoffen. (Ulrike Reineke, September 2015)
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Hut ab, Hödeken von Petra Hartmann
Wer den Hildesheimer Hödeken bisher nicht kennt, dem sei dieses kleine, aber feine Buch von Petra Hartmann ans Herz gelegt. 
In herrlich augenzwinkernder Art erzählt die Autorin insgesamt sieben Sagengeschichten um den eigenwilligen Geist mit dem Filzhut nach. Angefangen mit seiner Freundschaft zum Hildesheimer Bischof Bernhard, den Hödeken auf eine wahnwitzige Fahrt über den Rennstieg nach Winzenburg schickt. Aber anders wäre es dem Bischof auch nicht gelungen, den Ort Winzenburg in Besitz zu nehmen. Und so wird gleich auf den ersten Seiten klar, dass Hödeken ein hilfsbereites Wesen sein muss. Er strebt nach dem Besten für die Menschen, die ihm wohlgesonnen sind. 

Auch einem wortkargen Geistlichen tut er Gutes, als der in die Verlegenheit gerät, vor einer größeren Menge eine Rede halten zu müssen. Hödeken schenkt ihm einen Ring, zwar nur aus Lorbeer gefertigt, aber dafür mit sagenhaften Kräften behaftet. Der Geistliche wird zum Redekünstler und schlägt eine große Karriere ein. Bleibt nur die Frage, ob er damit auch glücklich wird. In seiner helfenden Art regt Hödeken somit auch zum Nachdenken an. Ein recht kluger und netter Hausgeist, könnte man bis hierhin denken. 
Aber Hödeken kann auch anders. Wehe denen, die ihm nicht wohlgesonnen sind! Da ist der vergeudete Wunsch des armen Georg noch harmlos. Schlimmer ergeht es einem Küchenjungen, der zerstückelt im Suppentopf landet. Auch das ist Hödeken. Und so bleibt den Menschen am Ende nichts anderes übrig, als den zwiespältigen Geist auszutreiben. Doch Hödeken ist nicht wirklich fort. Er lebt in den wunderbaren Nacherzählungen von Petra Hartmann weiter. 
Im praktischen Handtaschenformat ist das Buch perfekt geeignet für unterwegs oder für ein paar Sonnenstunden im Liegestuhl. 
Die Hödeken-Illustration von Thorsten Machens ist übrigens nicht nur auf dem Cover zu finden, sondern auch auf dem Etikett des Hödeken Bräu. Die passende "Bier-Geschichte" samt Bier-Werbung ist ungefähr in der Mitte des Buches nachzulesen. Tja, da möchte man am liebsten gleich ein Schlückchen kosten!
Und obwohl der Hödeken mitunter sehr garstig sein kann, war es am Ende doch ein wenig traurig, dass ich das Buch so schnell ausgelesen hatte. (Ulrike Reineke, Juli 2015)
Mehr über Petra Hartmann und ihre Geschichten ist unter www.petrahartmann.de zu finden. 

Rezension: Darkmouth – Der Legendenjäger 
Darkmouth ist kein Ort, an dem man gerne sein möchte, denn dort kann es leicht passieren, dass einem ein Monster über den Weg läuft. Da gibt es z.B. Minotaurus, Mantikor, Wolpertinger oder einen Hogboon. Doch als Monster werden sie in dieser Geschichte nicht bezeichnet, sie heißen "Legenden". Und da diese Wesen in Darkmouth nicht erwünscht sind, werden sie gejagt. Eigentlich tut das der Vater des 12jährigen Finn. Allerdings ist Finn trotz seines jungen Alters selbst schon mitten in der Ausbildung zum Legendenjäger. Er soll schnell lernen und "vollenden", um das Erbe seines Vaters antreten zu können. Denn der möchte lieber in den Rat der 12 aufsteigen, als weiterhin die Legenden durch Darkmouth zu jagen. 

Finn hat an der ganzen Sache jedoch kein Interesse. Er bemüht sich nicht und hat demzufolge nur wenig Erfolg. Und eigentlich möchte er auch gar keinem Wesen etwas zu Leide tun. Im Gegenteil: Er möchte Tierarzt werden, um anderen Wesen zu helfen. 
Ich muss zugeben, ich hatte anfangs ein wenig Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden. Es gibt viele Figuren und die Handlung scheint teilweise etwas komplex. 
Da gibt es Finn und seine Eltern, die Legenden und einige Nebenfiguren. Die Legenden leben eigentlich auf der Verseuchten Seite, und immer, wenn sie durch ein Portal in Darkmouth eindringen, schrillt bei Finns Vater der Alarm los. Das geschieht ziemlich häufig und übrigens nur in Darkmouth. In allen anderen Orten der Welt wurde das Problem längst beseitigt. 
Warum es ausgerechnet in Darkmouth weiter passiert und was die Legenden eigentlich vorhaben, bleibt zunächst ein wenig verschwommen. Dann taucht plötzlich ein Hogboon auf, um Finn eine Nachricht zu überbringen. Finns Vater weiß das allerdings zu verhindern und auch sonst erzählt er seinem Sohn sehr wenig. 
Gut, dass Finn in der neu zugezogenen Emmie eine Freundin findet. Das glaubt er zumindest so lange, bis er in ihrem Haus eine unfassbare Entdeckung macht. Worin diese Entdeckung besteht und was Emmies Vater damit zu tun hat, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht. Nur soviel, dass diese beiden Figuren noch mehr Leben in die Geschichte bringen und die Spannung mit ihnen erst richtig ins Rollen kommt. 
Trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten mit dieser Geschichte, passierte es irgendwann, dass ich die Seiten gar nicht schnell genug umblättern konnte. Die Kapitel sind kurz gehalten und so geschrieben, dass man jedes Mal neugierig ist, was wohl als nächstes passiert. Auch die Buchgestaltung mit den tollen Illustrationen, den unterschiedlichen Schriften und den vereinzelten schwarzen Seiten trägt wesentlich zum Leseerlebnis bei und macht das Buch zu einem regelrechten Schmuckstück. 
Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung "Darkmouth - Die andere Seite", die für Oktober 2015 angekündigt ist. (Ulrike Reineke, Juli 2015)
Mehr über die Legendenjäger-Serie ist unter www.darkmouth-buch.de zu finden. 

Darkmouth – Der Legendenjäger von Shane Hegarty
Darkmouth ist wider Erwarten kein Ungeheuer, sondern eine Stadt. Eine Stadt, die aus lauter Sackgasen und Stichstraßen besteht, deren hohe Mauern mit Glasscherben, scharfen Steinen und Klingen gespickt ist. Sie wurde so angelegt, um Legenden zu verwirren und sie aufzuhalten. Aber wieso Legenden? In Darkmouth gibt es im Grunde keine Monster. Sie sehen zwar so aus, doch es sind Legenden. Mythen. Fabeln. Vor langer Zeit haben sie sich die Erde mit den Menschen geteilt. Doch durch Neid und Gewalt herrschte in den von ihnen heimgesuchten Orten dieser Welt jahrhundertelang Krieg. Erst nach generationenlangem Konflikten konnten sich die Legendenjäger zur Ruhe setzen. Abgesehen von dem Dorf Darkmouth – und von einer Familie: Die Familie des Protagonisten Finn beschützt das Dorf seit zweiundvierzig Generationen. Dieser soll nach Vollendung seines dreizehnten Geburtstags die Rolle des neuen Legendenjägers übernehmen.

Darkmouth – Der Legendenjäger von Shane Hegarty. Warum sollte man dieses Fantasy-Abenteuer, das auf 6 Bände angelegt ist, lesen?
Kennen Sie irischen Humor? Nein, sollten Sie aber kennen lernen, denn …
„Es war, als habe ihm die Nahtod-Erfahrung im Wasser die Angst genommen. Er fühlte sich gut. Er fühlte sich selbstsicher. Er fühlte einen Schlag gegen den Hinterkopf.“ (S. 158)
Oder wer beschreibt sonst die Gefühle einer Reanimation eines Ungeheuers folgendermaßen:
„1. Als würde man an der Nase durch ein Teesieb gezogen.
2. Als wäre man ein Luftballon – eine Millisekunde vor dem Platzen.
3. Als würde man aufwachen und sein Innerstes draußen wiederfinden (Draußen vor dem Haus, genauer gesagt)“ (S. 177)
Der Protagonist bildet mit seiner tollpatschigen Art Identifikationspotential. Ideal für Leser und Leserinnen ab 10 Jahren.
In diesem Fantasy-Abenteuer sind alle guten „Zutaten“ vorhanden, doch alles wird ungewöhnlich gemixt: Es gibt Grendel, Gogmagog, Broonies und den gefürchteten Gantrua, Legenden der verseuchten Seite, die nicht getötet, sondern durch Exsikation in harte Bälle – manche davon lederartig, mache pelzig, flaumig oder haarig – verwandelt werden, sich im Keller in Gläsern aufreihen und auf ihre Reanimation warten. Dann gibt es Menschen auf der gelobten Seite, doch die sind oft auch nicht das, was sie vorgeben zu sein. Man musste schon besonders ungeschickt und unerfahren sein, um die Legenden nicht fangen zu können. Finn war beides:
Finn trainierte, seit er ein kleiner Junge war. Es war also keineswegs so, dass er nichts von diesen Dingen beherrschte. Es war schlimmer: Er konnte die meisten Dinge fast. (S. 76) 
Tauchen Sie ein in den ersten Band der Darkmouth-Serie. Ein Abenteuer voller Tempo, Spannung und Witz.

Weihnachtsgeschichten gesucht?
Wie wäre es dann mit "Blitzeis und Gänsebraten"?
Weihnachten im Potte … ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. – Greifen Sie zu!
Herausgegeben von Petra Hartmann und Monika Fuchs, erschienen im Verlag Monika Fuchs.

Mit dabei ist auch eine Kurzgeschichten von Elfenschrift-Herausgeberin Ulrike Stegemann.  
Erhältlich als E-Book
oder als Taschenbuch, z.B. bei [Amazon]

Heiteres zur Weihnachtszeit
Weihnachtsmann auf Diät
mit Texten von Ulrike Stegemann 
und Illustrationen von Michael Stegemann

Nicht nur der Weihnachtsmann, auch die Rentiere müssen auf Diät ...
Leiden Sie mit Herbert, der an Heilig Abend ins Kaufhaus muss, um für seine Frau Irene Lametta zu besorgen. Gehen Sie mit Maria auf die Suche nach einem Ersatz-Engel an der Harfe für das Krippenspiel. Und fühlen Sie mit Werner, der seinen fünfjährigen Sohn Bubi einfach nicht unter Kontrolle bekommt. 

Feiern Sie Weihnachten mit bunten Eiern, gefangenen Engeln und flambierten Tannenbäumen. Denn was ist schon ein Heilig Abend ohne Katastrophe?
Erhältlich als Taschenbuch oder E-Book, z.B. über >Amazon<

Hörprobe gefällig? Die Hamburger Autorin und Literaturinterpretin Rena Larf liest die Geschichte "Herbert, das Lametta ist aus!" im Hamburger Literatur-Radio: [Link zur Sendung]


Neues von Nestis
Nestis und die Hafenpiraten: Der zweite Meermädchen-Roman von Petra Hartmann, mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina.

Sommerferien sind toll ... wären da nicht Nestis' Vater, der Meerkönig, und sein Kronrat, die sämtlichen Meerkindern ein striktes Ausgehverbot verhängen. Und das nur, weil irgendein Phantom sein Unwesen in der Nordsee treibt. Möwen, Lummen und Tordalken verschwinden in den Schatten der Meerestiefen und tauchen nicht wieder auf. Aber das kann doch eine Meerprinzessin wie Nestis nicht erschrecken. 
Kein Phantom der Welt soll ihr die Sommerferien verhageln! Gemeinsam mit Freundin Mira, der kleinen Reisenkrake Otto und dem bruchrechnenden Zitteraal Kurzschluss zieht sie los, um dem Ferienvermieser das Handwerk zu legen.
"Oben", an Land, scheint es ganz ähnliche Sorgen zu geben. So ist am Strand von Achterndiek ein Dackel auf mysteriöse Weise verschwunden. 
Dann trifft Nestis auf ihren Menschenfreund Tom und erfährt von den gefürchteten "Hafenpiraten". Der Fall scheint klar und das Ausgehverbot so gut wie aufgehoben ... oder? 
Lest selbst im zweiten Band von Petra Hartmanns Reihe um die frech-charmante Meerprinzessin Nestis. Auch dieses Mal erzählt die Autorin eine lockere, fröhliche Geschichte für alle jungen und junggebliebenen Leseratten. Lobenswert sind die vielen Details rund um Segelboot & Co. und die sehr schönen Illustrationen von Olena Otto-Fradina!

Erhältlich z.B. über >Amazon<

Auch sehr schön lesbar in der Vorweihnachtszeit:
Weihnachten mit Nestis 
Nestis und der Weihnachtssand: Ein Helgoland-Märchen 
November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand … –
Dies ist die erste Geschichte vom Meermädchen Nestis, das während dieser Sturmflut vor der Küste Helgolands aufgetaucht und direkt in Petra Hartmanns Kopf gehüpft ist. 

Die Entstehungsgeschichte finden Sie im Bonus-Teil dieses E-Books, verpackt in ein kurzweiliges Interview der rasenderen Reporterin Wella Wellhorm von der Zeitung "Die Gezeiten" mit der Autorin. Ebenfalls als Bonus enthalten: Eine XXL-Leseprobe des ersten Bandes der Nestis-Reihe: "Nestis und die veschwundene Seepocke". Tauchen Sie ein in die Unterwasserwelt dieser bodenständigen und etwas rabaukigen Nixe, die das Herz auf dem rechten Fleck hat, Mut und Verantwortungsbewusstsein beweist, mit ihren Freunden spannende Abenteuer erlebt und sich fest vorgenommen hat, einen Platz in vielen Kinderzimmern zu erobern.
Erhältlich als E-Book z.B. über >Amazon<

Rezension (Dezember 2013): 
Wie feiern eigentlich die Meeresbewohner Weihnachten? Nun, zunächst einmal müssen diese sich in der Geschichte von Petra Hartmann ganz andere Sorgen machen. Ein gewaltiges Orkantief hat sich über der Nordsee zusammen gebraut und raubt selbst tief unten in der See der Meeresprinzessin Nestis den Schlaf. Schlimmer noch, als Nestis am nächsten Morgen vor der Helgoländer Düne auftaucht, findet sie dort viele verletzte Robben und ein Teil des Sandstrandes ist einfach weggebrochen. Die Robben kann Nestis verarzten. Doch wer kann den Strand wieder in Ordnung bringen?
Zurück im Meerespalast, tagt bereits der Kronrat. Alle Vorschläge, von der Hypothek bis zum Lottogewinn, kommen allerdings nicht in Frage. Da hat Nestis eine Idee: Bald ist doch Weihnachten und wer sonst könnte ihr 500.000 Kubikmeter Sand herbei bringen, wenn nicht der Weihnachtsmann! Aber ob das wirklich klappt? Das verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht.
Petra Hartmann ist es gelungen, aus einem ernsten Thema eine wundervolle Weihnachtsgeschichte zu zaubern. Eigentlich ist sie für Kinder geschrieben, aber auch „große“ Leseratten werden sicherlich ihre Freude daran haben. Gut geeignet für alle, die sich noch schnell auf Weihnachten einstimmen möchten oder einfach mal Petra Hartmanns Heldin Nestis kennen lernen möchten. Denn neben der Weihnachtskurzgeschichte enthält das E-Book auch eine extralange Leseprobe des Romans „Nestis und die verschwundene Seepocke“. Außerdem gibt es ein Interview mit der Autorin, geführt von der fiktiven Wella Wellhorn, rasende Reporterin der Meeres-Zeitung DIE GEZEITEN. Abgerundet wird das Ganze durch schöne Illustrationen von Olena Otto-Fradina. (Ulrike Stegemann)


Hexe im neuen Gewand

Vor drei Jahren erschien der erste Band rund um die Erdhexe Elionore Brevent „Eine Hexe zum Verlieben“, der damals prompt für den Seraph 2011 nominiert wurde.
Nun gibt es Neuigkeiten von Eli, abgesehen davon, dass sie herzliche Grüße ausrichten lässt.
Frau Günak hat endlich den vierten Band fertig geschrieben. Es fehlen nur noch ein paar letzte Worte. Aber vorher geht die gesamte Serie in eine komplette Neuauflage! Mit neuem Cover, Bonusgeschichten und allem Pipapo.  
Der erste Band im neuen Gewand ist seit dem 11.11.2014 als E-Book erhältlich und für den Taschenbuchliebhaber unter den Lesern kommt das Holzbuch in Kürze. Die beiden Folgebände „Engel lieben gefährlich“ und „Jaguare küsst man nicht“ erscheinen im Frühjahr 2015. 
Zum Schluss folgt im Mai nächsten Jahres der neue vierte Teil.

Hexen gibt es nicht? Haben Sie eine Ahnung!
Elionore Brevent, Immobilienmaklerin und Hexe, weiß, was sie will, und hat ihr Leben fest im Griff. Dank ihrer nächtlichen magischen Aktivitäten leidet sie zwar unter permanentem Schlafmangel, aber gut … man kann nicht alles haben.
Doch dann entpuppt sich einer ihrer Kunden als durchaus attraktiver Vampir, die heimische Wertierpopulation wird überraschenderweise durch einen nicht weniger attraktiven Werjaguar aufgeschreckt – in Niedersachsen, ich bitte Sie! –, und schließlich taucht zu allem Überfluss auch noch eine Horde extrem seltsamer Elfen auf und zwingt Eli, die Welt zu retten.
Ob ihr das gelingt, warum sie aus vielerlei Gründen Herzklopfen bekommt, welche dunklen Geheimnisse die beiden Kerle mit sich herumschleppen und weshalb Sie, werte Leser, bisher keinen blassen Schimmer vom aktiven magischen Leben in Deutschland hatten, verrät Ihnen dieser Roman.

Neuauflage der von 2011 bis 2013 im Ubooks Verlag erschienenen Serie „Eine Hexe zum Verlieben“.
Erhältlich ist die Hexe im neuen Gewand z.B. über Amazon

Rezension aus der Elfenschrift Ausgabe 30, Juni 2011:
Es fällt überhaupt nicht schwer, sich in diese Geschichte hinein zu finden. Als Ich-Erzählerin plappert die Autorin munter drauf los und schafft es, dem Leser gleich zu Anfang ein Grinsen zu entlocken. So erzählt sie in der Rolle von Elionore Brevent fröhlich von ihren beiden Eigenheiten als Immobilienmaklerin und Hexe, die sich nicht immer so leicht unter einen Hut bringen lassen, was hauptsächlich an dem daraus resultierenden chronischen Schlafmangel liegt. Obendrein muss sie sich auch noch als Heilerin um die in der Nähe wohnenden Gestaltwandler kümmern. 
Und als hätte sie nicht schon genug Schwierigkeiten, ihr Leben in geordneten Bahnen zu halten, hat sie plötzlich die Immobilie eines Vampirs am Hals, in dessen Garten es nur so wimmelt von Elfenmagie. Nach einigen verwirrenden Begebenheiten erfährt Elionore schließlich, dass ausgerechnet sie von den Elfen auserwählt wurde, um deren mächtigen Elfenstein aus der anderen Dimension zu besorgen. Natürlich kann die Hexe sich nicht einfach so gegen diesen Auftrag wehren. Immerhin sind die Elfen in der Lage ordentlich viel und noch dazu zerstörerischen Zauber wirken zu lassen. Letztendlich sind sie auch nicht gerade darum bemüht, ihre Identität geheim zu halten. Um sozusagen die Welt vor einer Katastrophe magischer Art zu bewahren, lässt sich Elionore auf die Suche ein. Begleitet wird sie von dem Vampir und einem Gestaltwandler, dessen sexy Ausstrahlung ihr eine schier unkontrollierbare Nervosität beschert.
Das Trio macht sich also auf einen spannenden Weg in die andere Dimension, und ganz nebenbei finden sie auch eine Möglichkeit, trotz ihrer Unterschiedlichkeit miteinander auszukommen.
Kristina Günak legt mit "Eine Hexe zum Verlieben" ein wahrhaft zauberhaftes Debüt vor. Man muss die freche Heldin Elionore Brevent und ihre beiden testosterongeplagten Begleiter einfach gern haben und ihre Geschichte mit einem steten Lächeln auf den Lippen verfolgen. Ein fantastischer Liebesroman, eingebettet in eine charmante Portion Witz!